Am 15. Oktober wurde das „Standortabsicherungsgesetz“ (SAG) im Nationalrat beschlossen. Es sieht für die Jahre 2025 und 2026 eine Kompensation der indirekten CO₂-Kosten im Strompreis vor und orientiert sich an vergleichbaren Regelungen anderer EU-Mitgliedstaaten, die diese Maßnahme allerdings bereits bis 2030 verlängert haben.
Dekarbonisierung
Die österreichische Papier- und Zellstoffindustrie bekennt sich einmal mehr zur ökologischen Verantwortung und hat sich ein ambitioniertes Ziel gesetzt: Bis 2030 sollen die fossilen CO₂-Emissionen um 43,5 % gegenüber dem Jahr 2021 reduziert werden. Dieses Ziel umfasst sowohl Scope 1-Emissionen – also direkte Emissionen aus eigenen Produktionsprozessen – als auch Scope 2-Emissionen, die durch zugekaufte Energie entstehen.
Die Papier- und Zellstoffindustrie steht vor der großen Herausforderung eine Dekarbonisierung der Industrie unter Berücksichtigung wirtschaftlicher und technischer Machbarkeit zu erreichen.
Das AIT (Austrian Institute of Technology) hat gemeinsam mit der österreichische Papier- und Zellstoffbranche im Projekt DekarPIO ein Dekarbonisierungs-Webtool entwickelt, das Unternehmen dabei unterstützt, ihre Dekarbonisierungsstrategie effizient und standortspezifisch ganzheitlich zu planen. Das Webtool basiert auf mathematischer Optimierung.
Austropapier hat im Rahmen der Nefi-Konferenz in Wien aufgezeigt, welche Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Dekarbonisierung der Papierindustrie notwendig sind.