Die Papierindustrie ist ein Teil der Klimalösung

Die österreichische Papierindustrie begrüßt die Initiativen des Green Deals der Europäischen Union. Sie fordert die kommende Bundesregierung auf, Maßnahmen im Nationalen Energie- und Klimaplan vor allem im Bereich der Bioökonomie zu stärken. Denn diese Wirtschaftsform basiert auf nachwachsenden Rohstoffen. Sie ist ein wesentliches Element zur Erreichung der Klimaziele.

Ursula von der Leyen, die Präsidentin der Europäischen Kommission, hat den EU Green Deal als „This is Europe’s Man on the Moon Moment“ vorgestellt. Sein Herzstück ist das Ziel der EU-weiten CO2-Neutralität bis zum Jahr 2050. In Österreich gibt der heute im Ministerrat beschlossene Nationale Energie- und Klimaplan (NEKP) den Weg zur Reduktion von 36 Prozent der Treibhausgas-Emissionen gegenüber 2005 vor. Das sind zwar Verbesserungen im Vergleich zu den bisherigen Entwürfen, das Reduktionsziel der EU wird aber mit den vorgeschlagenen Maßnahmen um sechs Millionen Tonnen verfehlt.

Die österreichische Papierindustrie sieht sich als Teil der Klimalösung und begrüßt deshalb die angestrebte europäische Klimaneutralität bis zur Mitte des Jahrhunderts. „Für unsere Betriebe bedeutet das Ziel zwar, noch nachhaltiger, effizienter und innovativer zu werden. Wir nehmen diese Herausforderung an und sind bereit unseren Beitrag dazu zu leisten“, sagt Gabriele Herzog, Geschäftsführerin von Austropapier, der Vereinigung der Papierindustrie.

Bioökonomie als Teil der Lösung

Als wesentlichen Faktor zur Erreichung der Klimaziele sieht Herzog die Abkehr von fossilen Rohstoffen und die Transformation unserer Gesellschaft und Wirtschaft zur Bioökonomie. Denn sie baut auf nachwachsenden Rohstoffen auf und nutzt diese möglichst nachhaltig. Die Papierindustrie leistet hier heute schon wesentliche Beiträge, erzeugt aus Holz schon längst nicht nur mehr Papierprodukte, sondern nebenbei eine Vielzahl an Produkten für die Textil-, Lebensmittel- und auch chemische Industrie. „Im nachwachsenden Rohstoff Holz steckt ein enormes Potential an Produkten, mit denen wir fossile Stoffe ersetzen können. Wir stehen hier erst am Anfang der Entwicklungen. Umso wichtiger ist der nachhaltige Umgang mit dieser wichtigen Ressource der Zukunft“, sagt Herzog.

Zehn Prozent der erneuerbaren Energie Österreichs aus der Papierindustrie

Die Papierindustrie ist aber auch ein wichtiger Energielieferant. Die Unternehmen versorgen nicht nur den eigenen Standort, sondern schon mehr als 100.000 Haushalte im Umkreis der Fabriken mit Strom und Wärme. Zur Energiegewinnung setzt die Papierindustrie zu 60 Prozent biogene Reststoffe ein, die nicht anders weiterverarbeitet werden können – wie die Biolauge oder Rinde. Insgesamt kommen mittlerweile zehn Prozent der gesamten österreichischen erneuerbaren Energie aus der Papierindustrie. „Dies ist nicht nur besonders nachhaltig, weil nur Reststoffe zur Energiegewinnung genutzt werden, sondern besonders effizient aufgrund der hohen Wirkungsgrade der Energieanlagen. Und obendrein ist es auch noch besonders kostengünstig, weil die Papierfabriken sowohl für selbstverbrauchte Energie als auch für Energie aus Biolauge keine Ökostromförderungen erhalten“, sagt Herzog.

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