Papiertechnik – Ein Lehrberuf in einer Branche mit Zukunft

Papier besteht aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz und wird heutzutage auf High-Tech Papiermaschinen hergestellt, die einen Wert von einigen hundert Millionen Euro repräsentieren. Diese werden von MaschinenführerInnen, die eine Lehre im Lehrberuf Papiertechnik absolviert haben, computergesteuert bedient.

Auf diesem Weg befindet sich gerade Leon-Julian Reinisch, Papiertechnik-Lehrling im 1. Lehrjahr bei Sappi in Gratkorn. Warum er sich genau für diesen Lehrberuf entschieden hat, erklärt er so: „Damals, als ich klein war, bin ich immer mit dem Rad beim Holzplatz von Sappi Gratkorn vorbeigefahren. Ich habe mich gewundert, wie aus so einem Holzprügel oder aus Hackschnitzel Papier entstehen kann, auf dem ich jeden Tag in der Schule schreibe. Das hat mein Interesse geweckt und ich habe mich ohne zu zögern bei Sappi beworben.“ Weil mit dieser Tätigkeit große Verantwortung verbunden ist, gestaltet sich die Ausbildung anspruchsvoll und breit gefächert. Neben guten Kenntnissen auf dem Gebiet der EDV, sollte man die Fähigkeit besitzen, komplexe Situationen zu überblicken und gerne im Team arbeiten. Leon-Julian Reinisch hat diese Herausforderung gerne angenommen. „Der Beruf des Papiertechnikers ist extrem interessant, man arbeitet mit riesigen Maschinen und muss komplexe Abläufe steuern und überwachen. Einfach ein geiler Beruf. Die Ausbilder, Kolleginnen und Kollegen sind top!“ Aufgrund der Anforderungen zählt die Höhe des Lehrlingseinkommens im letzten Lehrjahr zu den Spitzenreitern innerhalb der Industrie. Und danach stehen den AbsolventInnen alle Türen offen, von der Matura bis hin zum technischen Studium oder einer Fachhochschulausbildung. Viele schaffen es bis in Managementpositionen. Davon ist auch Robert Wolf, Sappi-Lehrlingsausbilder für Papiertechnik überzeugt: „Besonders stolz bin ich, dass unsere Lehrlinge bei den Lehrabschlussprüfungen immer sehr gut abschneiden. Dadurch können sie rasch die verantwortungsvollen Funktionen in der Papierfabrik von in den wohlverdienten Ruhestand tretenden langjährigen MitarbeiterInnen übernehmen. Denn wir sichern jedem Lehrling nach erfolgreichem Lehrabschluss einen fixen Arbeitsplatz bei Sappi zu“.

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Papiertechnik-Lehrling Leon-Julian Reinisch

Die Papierindustrie – Eine nachhaltige Branche mit Zukunft

Papier begleitet uns durch den ganzen Tag, ob in Form der Müsliverpackung am Morgen, dem Heft in der Schule oder in Form von Toilettenpapier. In Zukunft spielt es als nachhaltige Alternative zu Kunststoff eine wichtige Rolle, denn Papier wird aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz gemacht und kann mehrmals recycelt werden. Das macht die Papierindustrie zum Vorreiter der Bioökonomie, einer Zukunft, die ohne fossile Rohstoffe auskommt.

Lehrberuf Papiertechnik

PapiertechnikerInnen erzeugen Papier, Karton und Pappe sowie die dazu notwendigen Halbstoffe Holz- und Zellstoff. Moderne Papiermaschinen haben dabei hinsichtlich Größe und Produktionskapazität ungeheure Dimensionen erreicht und stecken voller High-Tech, weshalb sie vor allem computergesteuert funktionieren. Ein Papiertechniklehrling lernt, die jeweiligen Maschinen zu steuern und die Fertigungsqualität zu überprüfen. Aber auch die Wartung der Maschinen fällt in den Aufgabenbereich, weshalb die Ausbildungsinhalte auch tief in andere Berufssparten wie BetriebsschlosserIn, BetriebselektrikerIn, Mess- und RegeltechnikerIn und ChemielaborantIn hineinreichen. PapiertechnikerInnen arbeiten im Team mit BerufskollegInnen sowie mit verschiedenen Fach- und Hilfskräften.

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PM 11 Sappi Gratkorn
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Kennzahlen

Österreichweit gibt es derzeit ca. 100 Lehrlinge der Papiertechnik. Auch immer mehr junge Frauen interessieren sich für diesen Beruf. Die Lehre dauert dreieinhalb Jahre und das Lehrlingseinkommen im vierten Lehrjahr gehört mit rund 1.780 EUR pro Monat zu den höchsten innerhalb der Industrie. Darüber hinaus bieten viele Betriebe Zusatzleistungen und zahlen bei wirtschaftlichem Erfolg auch tolle Prämien.

Rückfragen

Fachverband der Papierindustrie
Dr. Werner Auracher
Geschäftsführer
+ 43 1 58886 – 205
werner.auracher@austropapier.at

 

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